Alle für Kalle: Zwangsräumung gemeinsam verhindern!

Alle für Kalle: Zwangsräumung gemeinsam verhindern!

Diesen Freitag startet die Kampagne um 15 Uhr mit einer Mitmach-Kundgebung gegen Zwangsräumungen und Verdrängung auf dem Neusser Platz (Agneskirche): https://www.facebook.com/events/319734461498891/

Mehr Infos in den kommenden Tagen auf: http://zwangsraeumung-verhindern.de/

Seit 30 Jahren bewohne Kalle im Kölner Agnesviertel eine einfache Dachgeschosswohnung. Nun soll er raus.

Der neue Eigentümer hat ihm wegen „Eigenbedarf“ gekündigt. Die ganze Sache stinkt jedoch zum Himmel, so hat der neue Eigentümer die Wohnung mindestens einmal schon öffentlich zum Kauf angeboten hat, obwohl er doch „Eigenbedarf“ geltend macht. Das Gericht entschied trotzdem zugunsten des Eigentümers.

Jetzt droht ab dem 16. Dezember die Zwangsräumung.

– Wir, die Initiative Recht auf Stadt – Köln wollen das nicht hinnehmen und solidarisieren uns mit Kalle Gerigk.

– Gemeinsam können wir Kalles Zwangsräumung aufhalten!
Wir wollen mit einer Sitzblockade verhindern, dass gewaltsam in Kalles Wohnung eingedrungen wird.

– Gemeinsam gegen steigende Mieten und Verdrängung aus unseren Veedeln!

Via Recht auf Stadt – Köln

Alle für Kalle

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2 thoughts on “Alle für Kalle: Zwangsräumung gemeinsam verhindern!

  1. ist ja alles schön und gut eure initiative, aber euch sollte klar sein das ihr dem armen kalle dadurch ggf. noch mehr probleme bereitet als er eh schon hat! auf grund des gerichtsbeschluss hat der eigentümer das recht, die wohnung räumen zu lassen! wenn ihr denen den zutritt nicht gewehrt, weil ihr euch “friedlich” in den weg setzt, kann der eigentümer die polizei ausrücken lassen und die kosten für den einsatz treffen zu 99% den kalle und um so mehr polizisten ausrücken müssen, umso teuerer wird das ganze! find solche situationen natürlich auch mega scheisse, da natürlich auf der hand liegt das dem neuem eigentümer ein veralteter mietvertrag im wege steht für den maximalen ertrag! allerdings wurde hier anscheinend seitens kalle bzw. sein anwalt versäumt, die angelegenheit im vorfeld über ein revisonsverfahren nochmals zu verzögern bzw. sogar abzuwenden! wirklichen erfolg solltet ihr euch nicht wirklich ausrechnen meiner meinung nach! wünsch trotz allem viel erfolg und alles gute für kalle!
    gruß olli

    • Hallo Olli! Vielen Dank für deinen Kommentar. Bitte beachte, dass dies eine Aktion von Recht auf Stadt Köln ist, deren Aufruf wir nur freundlicherweise hier veröffentlicht haben.
      Ich finde es aber bedenklich, aus Angst und in vorauseilendem Gehorsam auf Widerstand zu verzichten. Zu viele tun nichts und stehen dann vor dem Nichts. Daher ist das was der Kalle macht mutig und wichtig und bewundernswert. Zudem hat unsere Initiative auch schon ein paar Zwangsräumungen versucht zu verhindern – die Konsequenzen tragen vor allem unsere Aktivist*innen in Form von Repression. Die zwangsgeräumten müssen in der Tat einen Einsatz bezahlen, aber nicht den der Polizei, sondern den der Möbelpacker, bei erfolgreicher Räumung.
      Wahrscheinlich wird die Blockade den Kalle nicht retten. Ziel sollte es aber weiterhin bleiben, die Räumungen a. in das öffentliche Bewusstsein zu bekommen, b. sie für die Akteure so teuer und aufwändig zu machen, dass sie – wenn sie schon nicht für soziale Argumente und Nächstenliebe zu erwärmen sind – gezwungen sind, über andere, kooperativere Alternativen als die Zwangsräumung nachzudenken. Die Zivilgesellschaft ist hier gefragt, es geht um gelebte Solidarität. Dass dies nicht von heute auf morgen sich in der Gesellschaft ausbreitet ist klar, wenn auch bedauerlich. Aber ein Versuch ist es immer wert.

      Solidarische Grüße

      RevoTweets für ZRV NRW

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