Köln: Demo gegen hohe Mieten und Wohnungsmangel 22. Juni 2013

Quelle: Recht auf Stadt – Köln

Aktualisierung vom 20. Juni 2013:

Statt eines Demonstrations-Zuges nach Ehrenfeld führt die Initiative “Recht auf Stadt” um am Samstag, 22. Juni, um 14 Uhr lediglich eine Kundgebung am Rudolfplatz durch. Grund ist die zeitgleich stattfindende Solidaritätsdemonstration mit den Protesten in der Türkei unter dem Motto “Überall ist Taksim, überall ist Widerstand”. Zu dieser Demonstration werden mehrere Zehntausend Menschen erwartet (ab 12 Uhr, Heumarkt).

“Recht auf Stadt” ruft auch zur Teilnahme an der Solidaritäts-Demonstration auf.


Stand vom 13. Juni 2013:

Die kürzlich gebildete Initiative “Recht auf Stadt” ruft für Samstag, den 22. Juni, um 14 Uhr zu einer Demonstration gegen hohe Mieten und Wohnungsmangel auf. Die Demonstration wird vom Rudolfplatz über die Venloer Straße nach Ehrenfeld führen.

Bei der Auftaktkundgebung werden Sprecherinnen und Sprecher der Mieterinnen und Mieter in Chorweiler und in Porz-Finkenberg die akuten Probleme schildern; das Düsseldorfer “Bündnis für bezahlbares Wohnen” wird ihre beispielhaften Aktionen gegen Wohnungsnot darstellen und ein Vertreter der Kölner Erwerbslosen in Aktion (KEAs) zu den Problemen von Erwerbslosen sprechen.

Weitere RederInnen kommen von der Ehrenfelder Initiative Helios-Gelände und vom Autonomen Zentrum in Kalk, dem ab dem 30. Juni die Räumung droht. Zudem spricht Jan Henkel für “kein mensch ist illegal” zur katastrophalen Situation bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Köln.

Laut einer aktuellen Umfrage ist eine eindeutige Mehrheit der Menschen in Köln der Meinung, dass “der Markt” die Probleme der Wohnungsversorgung nicht beheben kann und dass öffentliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt nötig sind – wie die Ankurbelung des öffentlichen Wohnungsbaus und die Umwandlung von Büros in Wohnungen.

Dies meint hat auch Christian Frings, einer der Organisatoren der Demonstration:

“Alle etablierten Parteien reden von bezahlbarem Wohnraum, aber sie tun das Gegenteil, bedienen die Interessen von Investoren und verschärfen den Preisanstieg. Für uns ist bezahlbares und gutes Wohnen aber keine Ware, sondern ein Recht.”

Die Mieten steigen. Bei jeder Neuvermietung werden Wohnungen teurer. In den innenstadtnahen Veedeln findet ein Verdrängungsprozess statt. Menschen mit geringem oder durchschnittlichem Einkommen können sich die Mieten dort nicht mehr leisten.

Große Wohnungsbestände sind privatisiert worden. Immobilienkonzerne wie die Deutsche Annington in Kalk, Talos in Finkenberg oder BGP in Chorweiler sind lediglich an schneller Rendite interessiert. Es gibt immer mehr Beispiele von Mieterhöhungen bei gleichzeitiger Vernachlässigung von Häusern und Wohnungen.

Die Initiative “Recht auf Stadt” hat sich gebildet, um den Widerstand gegen Mietsteigerung, Wohnungsprivatisierung, Zwangsräumungen, Vertreibung durch Luxussanierungen und Verfall durch Zwangsverwaltungen zu stärken und zu vernetzen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Christian Frings – 0170/6932459 oder Claus Ludwig – 0151/65118004
E-Mail: info@rechtaufstadt-koeln.de; Internet: www.rechtaufstadt-koeln.de

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